Alchemie der Aggregierung von Light Knowledge (Teil 7 von 9)

In den Vortragsunterlagen von Prof. Dr. Christian Wagner, die er zu meiner Lehrveranstaltung beigetragen hat, fiel mir der Begriff „Light Knowledge“ auf und mir drängte sich diese Frage an ihn auf: „Funktioniert mit Informationen – mit Light Knowledge, wovon die Alchemisten geträumt haben? Nämlich aus unedlen Metalen Gold machen zu können?“. Um es vorwegzunehmen, er sagt: Nein, es ist nicht das Gleiche.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7jdEToOY6n8[/youtube]

Hier aus dem Gespräch die wesentlichen Erläuterungen, welches „Light Knowledge“ wie und zu was verwandelt wird. Wagner sagt:

  • Ich würde Knowledge Light so beschreiben: Das sind Informationsteilchen, die der Einzelne preisgeben kann, ohne grosse Mühe, diese sind sehr einfach wegzugeben. Jeder gibt nur so einen kleinen Teil – das kann man nicht einmal als Knowledge bezeichnen, sondern als Datenpunkt. Und die Gruppe weiss auf einmal viel mehr durch die Aggregierung.
  • Oftmals, in Unternehmen, fällt es uns so schwer, alle Richtlinien zu kennen, ein gesamtes Regelwerk zu beschreiben. Aber wenn jeder ein bisschen schreibt, was dem Einzelnen leicht fällt, und wir das dann aggregieren können, auf einmal haben wir enorm viel.
  • Ist es das Gleiche? (Anm.: gemeint ist die Analogie zur Alchemie, die sozusagen aus Pech Gold machen will). Nein, ist es nicht! Ich möchte wirklich wieder dieses Energie/Entropie-Beispiel nehmen: Die Energie, oder die Information, ist schon enthalten; aber sie ist niederwertig. Durch diese „Intelligenzpumpe“ (vgl. Interview-Teil 4) reichern wir die Intelligenz von diesem „Knowledge Light“ an. Das was enthalten ist, wird verbessert.
  • Da wird nicht aus Nichtwissen Wissen, sondern da wird aus kleinem Wissen grosses Wissen.

0 Kommentare zu diesem Artikel


Schreiben Sie einen Kommentar